
Wie alles begann...

Es war im Jahr1996. Wir waren damals eine Handvoll junger Frauen zwischen 18 und 21 und Teil der Jugendgruppen der Oblaten an verschiedenen Orten Spaniens. Jede spürte den Ruf Gottes, so zu leben wie die Oblatenmissionare. “Wenn ich ein Junge wäre, würde ich Oblate werden”, sagten wir uns, wussten aber jeweils nichts von den anderen. 1996 nahmen wir dann an einem überregionalen Jugendtreffen der Oblatenteil und stellten fest, dass wir mit dem Wunsch, als Oblatin zu leben, nicht alleine waren.

Durch regelmäßige Treffen unter uns jungen Frauen, gemeinsames Suchen nach dem Willen Gottes und nach einem Entscheidungsprozess, der von den Oblaten begleitet wurde, beschlossen wir dann, am 14.09.1997, unser Gemeinschaftsleben zu beginnen. Von Anfang an beschäftigten wir uns mit der Ordensregel (Satzungen und Regeln) der Oblaten. In ihr fanden wir genau das, was wir leben wollten. Daher veränderten wir sie nur wenig – wir ersetzten lediglich das Wort „Oblaten“ durch „Oblatinnen“.

In dieser Anfangszeit wurden wir ebenso durch den Bischof von Madrid begleitet, der uns dann bereits im Jahr 2001 als Kongregation bischöflichen Rechts anerkannte.
Gerade erst gegründet, verbreitete sich das Wissen über unsere Gemeinschaft sehr rasch unter den Oblaten auf der ganzen Welt und so kamen bald Jugendliche aus verschiedenen Ländern zu uns, die den gleichen Wunsch wie wir verspürten.
Wir Oblatinnen sind...
... Frauen, die begeistert von der Erfahrung der Liebe Gottes, die Botschaft Jesu zu allen Menschen bringen wollen, vor allem zu den Armen – Armut in all ihren Schattierungen: spirituell, sozial, materiell, ...
Damit sind wir Teil der Oblatenfamilie, zusammen mit den Oblaten, den Assoziierten, verschiedenen anderen Ordensgemeinschaften und allen, die sich den Oblaten verbunden fühlen. Mit ihnen teilen und leben wir das Charisma des Heiligen Eugen von Mazenod, welches unsere Art ist, das Reich Gottes in der Welt sichtbar zu machen.
Schon seit Beginn unserer Gründung leben wir in internationalen Gemeinschaften zusammen. Das ist einerseits eine Herausforderung, andererseits aber auch eine Bereicherung für uns und unsere Mission. Zur Zeit sind wir 21 Schwestern aus 7 unterschiedlichen Ländern Europas und Südamerikas.

